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IHK-Bildungszentren feiern Jubiläum

Feilen, fräsen, drehen, bohren – sowohl manuelle als auch maschinelle Fertigkeiten stehen seit fünf Jahrzehnten auf dem Programm der IHK-Bildungszentren in Erbach und Heppenheim. Viele tausend Auszubildende in industriellen Metall- und Elektroberufen haben in den Bildungszentren ihr Handwerkszeug für den Beruf gelernt.

Presseinformation Nr. 39 vom 9. Dezember 2016 - „Im ersten Jahr lernen Sie, ein Stück Stahl zu feilen, nach drei Jahren arbeiten sie an modernen Maschinen in der industriellen Fertigung. Dieser Werdegang eines typischen Auszubildenden in unseren IHK-Bildungszentren zeigt die Spanne, in der sich die duale Ausbildung bewegt. Und ebenso die Herausforderungen, denen wir uns heute stellen müssen“, sagte Tatjana Steinbrenner, Vizepräsidentin der Industrie und Handelskammer (IHK) Darmstadt Rhein Main Neckar, bei der Feier zum 50-jährigen Bestehen des Bildungszentrum Bergstraße in Heppenheim.
Im Dezember 1966 nahmen die überbetrieblichen Lehrwerkstätten der IHK Darmstadt in Heppenheim und Erbach ihre Arbeit auf. Es waren die ersten in Hessen. Seither haben viele tausend Auszubildende in industriellen Metall- und Elektroberufen in den Einrichtungen ihr Handwerkszeug für den Beruf gelernt. Feilen, fräsen, drehen, bohren – sowohl manuelle als auch maschinelle Fertigkeiten stehen seit fünf Jahrzehnten auf dem Programm. „Die technischen Anforderungen haben deutlich zugenommen und die Struktur der dualen Ausbildung hat sich stark verändert. Längst sind die IHK-Einrichtungen zu Bildungszentren geworden, die den Azubis ein Wissen vermitteln, das viele Betriebe nicht mehr alleine leisten könnten“, sagte Steinbrenner. Zudem bieten die Zentren seit vielen Jahren Fachkräften ein attraktives Weiterbildungsangebot.
Mit Blick auf die digitale Zukunft kündigte Reinhard Mager, Teamleiter der IHK-Bildungszentren, Neuerungen an: „Gemeinsam mit Firmen aus der Region und mit dem Team Aus- und Weiterbildung der IHK arbeiten wir daran, Industrie 4.0 in den Bereich der Grundausbildung zu übernehmen. In der Weiterbildung wollen wir mit neuen Schulungskonzepten die Mitarbeiter fit für die Digitalisierung machen.“ In diesem Jahr wurden dafür neue Maschinen im Wert von einer halben Million Euro angeschafft. Weitere Investitionen sind geplant. „Es wird sich in den nächsten Jahren vieles ändern, aber eines bleibt gleich: Die Bildungszentren werden den kleinen und mittelständischen Unternehmen in der Region bei einer hochwertigen Ausbildung weiterhin als hilfreicher Partner zur Seite stehen“, so Mager.
Bei der Feier im Bildungszentrum Heppenheim sprachen neben IHK-Vizepräsidentin Tatjana Steinbrenner auch Christian Engelhardt, Landrat Kreis Bergstraße, sowie Ute Sanner-Friedrich, Gesellschafterin der Sanner GmbH in Bensheim. Die Besucher konnten in kurzen Workshops mit Meistern und Azubis ihr eigenes Wissen überprüfen. Auf dem Programm standen Kunststoffbearbeitung, CNC-Metallbearbeitung, Steuerungstechnik, Elektrotechnik und Industrie 4.0.
Zum Jubiläum ist eine Festschrift „50 Jahre IHK-Bildungszentren“ erschienen. Gerne senden wir Ihnen ein Exemplar zu. Die digitale Version sowie zahlreiche Fotos und Informationen finden Sie hier.
Bitte beachten Sie: Am 10. Februar 2017 findet im Bildungszentrum Odenwald (Erbach) eine eigene Jubiläumsveranstaltung statt. Dazu laden wir gesondert zu einem späteren Zeitpunkt ein.