3. Auflage

Mittelzentren im Wettbewerb 2015

2015 sind erneut alle Mittelzentren innerhalb des Kammerbezirkes nach ökonomischen und strukturellen Indikatoren untersucht worden. Attraktive Standortfaktoren und eine wirtschaftsfreundliche Kommunalpolitik – das sind wichtige Themen, über die wir mit den Kommunen in einem ständigen Austausch stehen. Mit Hilfe von Analysen und Umfragen unterstützen wir unsere Kommunen dabei, die lokalen Standortfaktoren für die ansässigen Unternehmen zu verbessern.
Die Erhebung schafft Transparenz und soll die politische Diskussion über die lokalen Standortbedingungen beleben. Uns ist vollkommen klar, dass viele Faktoren quasi „naturgegeben“ sind und die Kommunen an etlichen Punkten keinen politischen Handlungsspielraum haben – in anderen aber doch.
Als Diskussionsgrundlage hierfür dienen unter anderem unsere aktuellen Wahlprüfsteine zur Kommunalwahl 2016, die ebenfalls Bestandteil der neuen Analyse sind. Mit diesen umfassenden Handlungsempfehlungen zeigen wir der Lokalpolitik, wie aus Sicht der Wirtschaft die regionalen Standortbedingungen verbessert werden könnten.
Wir erhoffen uns dadurch – auf mittlere bis lange Sicht – eine Verbesserung der Standortbedingungen für unsere Unternehmen; vor allem aber bessere Zukunftschancen für die Mittelzentren und damit für die Region als Ganzes. 
Das Ergebnis im Überblick
Die Methodik der hier vorgelegten Untersuchung ist gegenüber der aus den Jahren 2007 und 2010 unverändert. Allerdings wurde die Anzahl und  Auswahl der Indikatoren und deren Gewichtung erheblich verändert. Diese Änderungen erlauben keinen direkten Vergleich der Ergebnisse von 2010 und 2015.
Insgesamt sind 32 Indikatoren zur Analyse der 16 Mittelzentren in das aktuelle Ranking eingeflossen. Das Ergebnis: Bensheim ist spitze, dicht gefolgt von Weiterstadt. Die beiden Kommunen hatten es bereits in den vergangenen Untersuchungen an die Spitze geschafft. Insbesondere Bensheim weist erneut mehrere Spitzenwerte auf und leistet sich in keinem Themenblock Schwächen. Mit etwas Abstand folgen Lorsch und Dieburg.
So machen die ersten vier Ränge Kommunen aus den Landkreisen Bergstraße und Darmstadt-Dieburg unter sich aus. Auf Rang fünf folgt mit der Kreisstadt die erste Kommune aus dem Landkreis Groß-Gerau.
Wichtiger aber als die Rangliste sind uns die Ergebnisse und Unterschiede bei einzelnen Indikatoren. Hier möchten wir ansetzen, um mit den Kommunen eine konstruktive Diskussion über die künftige Entwicklung und eine aktive wirtschaftsfreundliche Politik zu führen.
Hintergrund:
Die IHK Darmstadt vergleicht in regelmäßigen Abständen Mittelzentren in der Region Darmstadt Rhein Main Neckar, um mit diesen südhessischen Kommunen in einem ständigen Austausch über Standortfaktoren für Unternehmen zu stehen.
Was ist ein Mittelzentrum?
Die Einstufung als „Mittelzentrum“ nimmt die Landesregierung vor. Bei der Einstufung spielen beispielsweise die Einwohnerzahl, das Einzugsgebiet und die infrastrukturelle Ausstattung eine wichtige Rolle. Insofern verfügen die untersuchten Städte über eine grundsätzlich vergleichbare Ausstattung mit Kultur-, Sport-, Bildungs- und Verwaltungseinrichtungen.
Die Indikatoren
Die IHK untersuchte 16 mittelgroße Städte der Region nach 32 ökonomischen und strukturellen Indikatoren. Wie attraktiv sind die Mittelzentren für die Wirtschaft? Wie sieht es mit der Ausstattung mit Arbeitsplätzen, dem Einzelhandelsangebot, der Ausstattung mit verfügbaren Gewerbeflächen aus? Befinden sich die Standortbedingungen für die Wirtschaft in den Mittelzentren ebenfalls auf einem ähnlichen Niveau? Auf diese Fragen gibt das Mittelzentren-Ranking der IHK Darmstadt eine Antwort. Außerdem trägt die Untersuchung dazu bei, positive und negative Standortfaktoren zu erkennen, um so Schwachstellen beheben zu können.