14. Januar 2015

Dreieich

STECKBRIEF
Kreis:                                 Offenbach
Einwohnerzahl:            41.093 (Stand: 31.12.2012)
Ausgezeichnet seit:   Januar 2015
Sonderpunkte für:
Dreieich ist „Ausgezeichneter Wohnort für Fach- und Führungskräfte“
14.01.2015
Dreieich ist ein ausgezeichneter Wohnort für Fach- und Führungskräfte. Das Qualitätszeichen wurde am 14. Januar 2015 offiziell durch Markus Weinbrenner, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main, stellvertretend an Dreieichs Bürgermeister Dieter Zimmer verliehen.
„Die Auszeichnung richtet sich an Kommunen, die eine besondere Willkommenskultur für Fach- und Führungskräfte entwickelt haben. Nach Langen ist Dreieich die zweite Kommune in der Region Offenbach, die diese Auszeichnung erhält“, erklärte Weinbrenner.
Die Kommune habe ein gutes Ergebnis erzielt. „Von Anfang an hat die Stadt viel Engagement für das Projekt gezeigt. Verschiedene Dezernate haben sich konstruktiv in den Prozess eingebracht, die vielen Angebote für Fach- und Führungskräfte in einem gemeinsamen Gespräch der Wirtschaftsförderung, der Fachbereichsleiter und des Bürgermeisters mit der IHK im September 2014 erläutert und Entwicklungsziele ausgemacht“, verdeutlichte Weinbrenner.
Besonders beeindruckend seien das breite Portfolio und die Projekte zur Integration und Migration gewesen. In dem Projekt „Elternlotsen“ würden Eltern von Kindern, die Betreuungseinrichtungen in Dreieich besuchen, durch Schulungen zu Lotsen ausgebildet. Diese könnten dann neuen Familien (vorrangig mit Migrationshintergrund) das Einleben erleichtern. Außerdem gebe es viele Angebote zur Sprachförderung.
Aber es seien auch Verbesserungspotentiale vorhanden. „Gemeinsam wurden Entwicklungsziele ausgemacht, die in den nächsten drei Jahren realisiert werden sollen. Dazu gehören etwa besseres Informationsmaterial, auch auf Englisch, für Neubürger sowie eine Liste, auf der Mitarbeiter der Verwaltung aufgeführt  werden, welche über Fremdsprachenkenntnisse verfügen. Wenn ein Neubürger, mit geringen Deutschkenntnissen dann zum Bürgerbüro kommt und sich anmelden möchte, kann auf den jeweiligen Mitarbeiter zurückgegriffen werden. Dies ist eine effiziente Maßnahme, Neubürgern ein Willkommensgefühl zu übermitteln, zudem ist es auch kostengünstig“, findet Weinbrenner.
Alle Kommunen müssten ihre Anstrengungen intensivieren, um zukünftig als Standort attraktiv zu sein. Die Qualität des Wohnortes spiele dabei eine Schlüsselrolle. „Zuwanderer entscheiden sich nur für die jeweilige Kommune, wenn es auch ansprechende Lebensbedingungen für sie und ihre Familien gibt“, so Weinbrenner.