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ARBEITSPROGRAMM

In Ihrem Auftrag: Unsere Ziele 2010 - 2014

Basis des Programms sind die Ergebnisse des Vollversammlungsworkshops vom 27. Mai und der Präsidiumsklausur vom 24. Juni 2009.

Die Zusammenfassung der Ergebnisse wurden der Vollversammlung in der Sitzung vom 08. Juli 2009 vorgestellt. Präsidium und Geschäftsführung haben im Anschluss das vorliegende Pogramm formuliert. Es ist Grundlage für die jährlichen Arbeitsprogramme der Geschäftsführung, die der Vollversammlung vorgelegt werden.

In der Vollversammlung am 08. Juli 2009 sind die sechs – gemeinsam erarbeiteten – Leitthemen vorgestellt worden:

Fachkräfteentwicklung
Energie/Umwelt
Mobilität/Verkehrsinfrastruktur
Internationalisierung
Standortmarketing
Kommunikation

Die Leitthemen werden nachfolgend weiter ausgeführt und mit ersten Umsetzungsschritten für das Jahr 2010 konkretisiert. Selbstverständlich werden diese aktuellen Entwicklungen und den Diskussionen in den Ausschüssen und der Vollversammlung folgend angepasst.

Fachkräftegewinnung

Die Verfügbarkeit von Fachkräften wird zum Schlüsselfaktor für den wirtschaftlichen Erfolg von Regionen. Wir setzen unser Engagement im Bereich allgemeine und berufliche Bildung wie auch in der Hochschulbildung fort und erweitern dies wie folgt: Wir helfen mit, unsere Region als attraktiven Lebensraum für Fachkräfte weiterzuentwickeln. Wir helfen Unternehmen beim Zugang zu Fachkräften. Wir unterstützen Unternehmen dabei, selbst attraktiv für künftige Mitarbeiter zu sein. Wir machen auf die innovativen Unternehmen und attraktiven Karrieremöglichkeiten in der Engineering Region aufmerksam.

Wir wollen die Unternehmen dabei unterstützen, zielgenauer geeignete Bewerber für ihre Lehrstellen zu finden. Dazu dient eine bessere Verzahnung der betrieblichen Informationsangebote zur Ausbildung mit dem örtlichen weiterführenden Schulen (Betriebe in die Schulen). Um die Suche nach Auszubildenden zu erleichtern, wird es eine neue Lehrstellenbörse geben, die sowohl eine überregionale Angebotsdarstellung enthält als auch Matching der gewünschten Bewerberprofile mit den Selbsteinschätzungen der Bewerber ermöglichen soll.

Im Bereich der Weiterbildung sollen mehr Angebote für gering qualifizierte und/oder ältere Beschäftigte entwickelt werden, da diese Menschen in Zukunft länger und mit mehr Kompetenz ausgestattet in den Unternehmen benötigt werden.

Außerdem sollen neue Weiterbildungsangebote im Bereich Innovation, Umwelt und Energie entwickelt werden, soweit sie nicht von anderen regionalen Anbietern vorgehalten werden wie zum Beispiel im Bereich Wissens- oder Innovationsmanagement und neue Technologien.

Da sich der Wettbewerb um Fachkräfte verschärfen wird, soll die Engineering Region auf Gemeinschaftsständen bei Karrieremessen bundesweit auf sich aufmerksam machen. Parallel dazu muss das Engineering-Portal www.engineering-region.de in deutsch und englisch mit Informationen über die Region zur Ansprache von Fach- und Führungskräften sowie Stundenten weiterentwickelt werden. Auch die Werbung bundesdeutschen technischen Hochschulen muss verstärkt werden.

In diesem Zusammenhang engagieren wir uns beim Ausbau von leistungsfähigen dualen Studienzentren an den regionalen Hochschulen und versuchen neue Formate zum Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu entwickeln, speziell für KMUs.

Arbeitsprogramm 2010

Berufsorientierung: Einführung eines firmenindividuellen Informationskonzepts „Jeder Tag ist Girls & Boys-Tag”, so dass Schüler/Innen sich wohnortnah von Betrieben die Arbeits- und Berufswelt zeigen lassen können. Gemeinsam mit der Handwerkskammer soll ein neues Konzept für die Berufsorientierung direkt an Schulen anstatt auf Messen entwickelt werden.

Ausbildung: Der Ausbildungsmarkt 2010 wird noch stärker als der 2011 unter dem Eindruck der Wirtschaftskrise stehen. Dem muss durch geeignete Maßnahmen gegen gesteuert werden. Die Maßnahmen werden aber erst im Spätherbst landes- und bundesweit abgestimmt, sodass noch keinen Einzelheiten zu nennen sind.

In Kooperation mit Wirtschaftsverbänden, Schulen, Hochschulen und der Kultusverwaltung gestalten wir Workshops zur beruflichen Orientierung in MINT-Fächern (Frühjahr–) und bringen tecnopedia als Plattform in einer regionale MINT-Messe ein.

Wir unterstützen den konzeptionellen Aufbau von dualen Studiengängen im Bereich Wirtschaftsinformatik und pharmazeutische Biotechnologie.

Prüfungen: 2010 sind die stärkten Prüflingszahlen der letzten 20 Jahre zu bewältigen. Außerdem müssen die gewerblich-technischen Prüfungsausschüsse neu berufen werden. Der 3. IHK-Zeugnistag wird gegebenenfalls in einem neuen, dezentralen Format stattfinden.

Weiterbildung: Die Weiterbildung arbeitet als Profitcenter nach den Grundsätzen von Kostendeckung und Wettbewerbsneutralität. Darauf gründen auch die Planungen für 2010. Bereits 2010 wird es mehr Angebote für die Zusatzqualifizierung für Azubis geben.

Wir bringen uns mit spezifischen Informationsangeboten zur Personalentwicklung ein: Veranstaltungen zu den Bereichen Wissensmanagement, Kompetenzentwicklung, Qualitätsmanagement.

Ausbildungspolitik: Januar/Februar 2010 wird eine Ausstellung zur Geschichte der Ausbildung (Hessisches Wirtschaftsarchiv) in der IHK Darmstadt gezeigt. Dazu soll eine Veranstaltung aktuelle Fragen der Berufsbildung aufnehmen. Geplant ist diese für Ende Januar 2010. Im 2. Halbjahr 2010 steht die Neuberufung des Berufsbildungsausschusses an.

Internet-Plattformen: Mit ihrem Fachkräfteportal entwickelt die IHK die zentrale Beratungsstelle im Internet für Unternehmen und Fachkräfte der Region. Außerdem integrieren wir die Angebote aus dem Fachkräftebereich (Fachkräfteportal, tecnopedia, Praktikant24) in die anderen Technologieportale wie bspw. Automatisierung und IT4work (Softwarecluster).

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Energie / Umwelt

Die IHK Darmstadt muss politisch weiter darauf hinwirken, dass Hessen und insbesondere Südhessen ein attraktiver Industriestandort – auch für energieintensive Anlagen – bleiben kann, durchaus in Einklang mit ökologischen Fragestellungen. Dies bedeutet Vorteile auch für Dienstleister im industrienahen Umfeld der Energiewirtschaft und des Umweltschutzes.

Die Kompetenzen der Region in diesen Bereichen sind im Rahmen der Standortmarketing-kampagne darzustellen. Die Region sichert so ihren sehr guten Platz in den Standortrankings und erhöht die Wahrnehmung im internationalen Wettbewerb.

Energie:

  • Die Versorgung mit Energie muss daher sicher, verlässlich, bezahlbar und technologieoffen sein. Dafür macht sich die IHK Darmstadt stark. Das System der direkten und indirekten Mehrfachbelastungen (nicht nur) unserer Industrieunternehmen durch Ökosteuer, Energieeinspeisevergütungen, der Ausgestaltung des Emissionshandels und weiterer Abgaben muss konsolidiert werden. Hierin werden wir den DIHK unterstützen. Klimaschutz bleibt sonst zu teuer erkauft.
  • Ein verlässliches Energiekonzept fordern wir der Politik für Hessen ab. Keine Verhinderungspolitik und mehr Marktwirtschaft sind unsere Forderungen.
  • Kraftwerksstandorte wie Staudinger und Biblis bleiben wichtige Standorte der Energieerzeugung. Dafür treten wir auf hessischer und auf Bundesebene ein.
  • Regenerative Energien tragen ein bedeutendes Entwicklungspotenzial in sich. Wir fordern mehr Mittel für Forschung und Entwicklung. Zukunft für den Standort Rhein Main Neckar bedeutet Innovation. Südhessen ist Forschungsstandort in Sachen Energie. Beispiele sind das TUD Energy Center, das wir im Beirat begleiten, und die Hochschule Darmstadt. Im Odenwald unterstützen wir das „Cluster erneuerbare Energien Odenwaldkreis” (CLEO).
  • Technologietransfer ist der Schlüssel für die Zukunft der Region. Wir fordern und fördern den Technologietransfer beim Thema Energie und Umweltschutz. Ideen aus der Forschung tragen wir in die Unternehmen – und umgekehrt.
  • Energieeffizienz lässt sich auch ohne gesetzlichen Druck (Energieaudit) möglich machen. Dafür verbessern wir unser Informations- und Kooperationsangebot für die Unternehmen. Dies werden wir bei der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Hessen zeigen.

Umweltschutz:

  • Umwelt–Standortkosten und Gebühren. Das machen wir transparent und weisen die Verantwortlichen darauf hin, dass Kostensenkungspotenziale auszunutzen sind. Hessische Politik werden wir über den „Federführer Umwelt” auf Verbesserungspotenziale hinweisen.
  • In der Umwelt- und Technologiepolitik begleiten wir kritisch die Entwicklungen der ökologischen Industriepolitik.
  • Die Politik werden wir auffordern bürokratische Hürden wie bspw. Beim europäischen Chemikalienrecht - REACH, Verpackungsverordnung und Batteriegesetz, um nur einige zu nennen, einfacher und transparenter zu gestalten ohne Senkung der Umweltschutzstandards. Politik muss die bürokratischen Hemmnisse endlich zur Kenntnis nehmen und sich klar positionieren. Wir erwarten von der Umweltallianz Hessen, dass sie weitere Fortschritte in der Vereinfachung des Verwaltungsvollzuges einfordert und durchsetzt.
  • Europäischer Richtlinien sind 1:1 umzusetzen. Keine nationalen Verschärfungen in Deutschland und Hessen

Arbeitsprogramm 2010:

  • Im Rahmen der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Hessen wird das Energieforum 2020 begleitet und Arbeitsergebnisse werden in die Region transferiert.
  • Das nationale sowie regionale Beratungsangebot zu Energieeffizienzprogrammen wird in unserem Internet-Informationsangebot zusammengeführt und im Rahmen von Veranstaltungen und Beratungen dargestellt.
  • Wir steigern die Zusammenarbeit mit den hiesigen Forschungseinrichtungen, um deren Ergebnisse im Bereich Energie und Umweltschutz unseren Mitgliedsunternehmen bekannt zu machen und den Technologietransfer zu verbessern
  • Wir versuchen mit den regionalen Hochschulen die Begleitung von Themen der Energieeffizienz im Produktionsprozess zu organisieren.
  • Wir unterstützen Unternehmen aus unseren Technologienetzwerken „IT4work” und „Softwarecluster” sowie „Automatisierung”, sich beim Thema Energieeffizienz / e-mobility in konkreten Kooperationsprojekten einzubringen.
  • Umweltschutzbedingungen am Standort Rhein Main Neckar. Wir schaffen Transparenz bei Gebühren und Abgaben (Wasser / Abfall) und fordern die Politik auf, Standortbedingungen zu verbessern.
  • Die Darstellung von Know How und Potenzial der Unternehmen und Forschungseinrichtungen (Energie/Umwelt) in der Region im Rahmen der Standortmarketingkampagne werden wir unterstützen.

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Mobilität / Verkehrsinfrastruktur

Ein zentraler Erfolgsfaktor für die Region bleibt die Erreichbarkeit und die gute Binnenmobilität. Die IHK Darmstadt setzt sich weiter für die effiziente Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur bezogen auf alle Verkehrsträger ein. Sie unterstützt die Entwicklung hin zu einer Logistikregion mit schlagkräftigen Dienstleistern und guter Vernetzung in die Wissenschaft.

I. Wir sind eine wachsende Region: Wertschöpfung, Einwohnerzahlen und Lebensqualität steigen in der Region Südhessen weiter. Umso wichtiger ist es für uns, den Zusammenhang zwischen Wachstum – einschließlich des Wachstums der Steuereinnahmen - und Ausbau der Infrastruktur immer wieder darzulegen.

Zu den überregionalen Projekten zählen dabei insbesondere:

  • 6spuriger Ausbau der A5 von Darmstädter Kreuz bis AK Walldorf
  • 6spuriger Ausbau der A60 zwischen Autobahndreieck Rüsselsheim und Weisenauer Brücke
  • 6spuriger Ausbau der A67 von Mönchhofdreieck (Verbindung A3) über Autobahndreieck Rüsselsheim bis Lorsch
  • Bau der Hochgeschwindigkeitsstrecken Rhein-Main/Rhein-Neckar.

Bei den regionalen Projekten werden wir uns weiterhin insbesondere einsetzen für

  • Zügige Realisierung der Nordostumgehung Darmstadt
  • Ausbau B26 zwischen Dieburg und Babenhausen
  • Ortsumgehungen
  • Deutliche Kapazitätsausweitung im Schienenkorridor zwischen Frankfurt und Heidelberg bzw. Mannheim für den Personen- und Güterverkehr.
  • Gute Verknüpfung des Schienenpersonennahverkehrs und des nationalen und inter­nationalen Fernverkehrs in Darmstadt erhalten und ausbauen.
  • Nahverkehrsverbindungen der Region an die Knoten Ffm-Flughafen und Mannheim bzgl. Qualität und Quantität verbessern (Fahrzeuge, Frequenz, Geschwindigkeit)
  • Zukunftsfähige Lösungen für den anwachsenden Güterverkehr auf der Schiene: sowohl für die Relationen in die Region als auch für die durchfahrenden Güterzüge.

II. Gemeinsam mit dem Land Hessen werden wir im „House of Logistics & Mobility” (HoLM) initiativ werden, um ein besseres Verständnis der logistischen Wertschöpfungskette in Gesellschaft und Politik zu erreichen. Logistik ist neben der Informations- und Kommunikationswirtschaft die wichtigste Querschnittsfunktion eines modernen Wirtschaftssystems. Sie ist damit eine wesentliche Grundvoraussetzung für das Funktionieren unserer modernen arbeitsteiligen Wirtschaft ebenso wie für die Vielfalt des Warenangebots. In der breiten Öffentlichkeit wird Logistik selten mit Beschäftigung und wirtschaftlicher Prosperität assoziiert, sondern mit den negativen Aspekten wie Lärm, Stau, Flächenverbrauch und niedrigen Gewerbesteuereinnahmen. Dieses negative Image beeinflusst sowohl die Berufswahl der Jugendlichen, sowie die Entscheidung von Gemeinderäten, wenn es um die Flächenvergabe in Gewerbegebieten geht. Gemeinsam mit dem HoLM wollen wir mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit sowie Dialog- und Informationsveranstaltungen die Komplexität der logistischen Dienstleistungen und ihren vitalen Beitrag zu Innovation, Wachstum und Beschäftigung transparent machen, um damit eine deutliche Verbesserung des Logistikimages zu erreichen. Eine Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung wird angestrebt.

III. Globale und lokale Umweltsituationen (z. B. Umweltzonen in den Städten durch Feinstaub/Stickstoffdioxid) erzeugen permanenten Handlungsbedarf. Der Verkehrsbereich ist als tatsächlicher oder vermeintlicher Problemverursacher Teil dieser Situation. Fahrverbote bringen indes viel Aufwand aber wenig Nutzen. Wir werden eine „Umweltpartnerschaft” mit der Politik anstreben, bei der Umweltkonzepte im Vordergrund stehen, die die Mobilität nachhaltig sichern.

Arbeitsprogramm 2010:

  • Verkehrsausschuss konstituieren und konkrete Schwerpunkte der Ausschussarbeit 2009 – 2012 definieren
  • ICE-Hochgeschwindigkeitsstrecke Rhein-Main/Rhein-Neckar. Einbringen unseres IHK-Positionspapiers in den (politischen) Entscheidungsprozess. Zudem u. a. aktive Mitarbeit im „ICE-Projektbeirat” (Anbindung DA und Region) und im „Regionalforum ICE-Knoten Rhein-Neckar” (Anbindung Region und Trassenverlauf Bergstrasse).
  • Erarbeiten einer Logistikstudie Darmstadt Rhein Main Neckar (gemeinsames Projekt mit TUD)
  • Aktive Teilnahme an Sitzungen zum HoLM und einbringen in die Arbeitskreise
  • Veranstaltungen zum Thema Logistik in der Region: Leistungen für die Region herausstellen, Positivierung des Images, Networking Wissenschaft und Wirtschaft, Chance Logistikberufe / FK-Bedarf
  • Öffentlicher Dialog mit Politik zum Thema "Nachhaltige Mobilität": zum Beispiel Alternativen zu einer Umweltzone DA gemeinsam erarbeiten
  • Verkehr und Demographischer Wandel thematisieren: Veranstaltung/ Kurzstudie zu Fragen der Zukunft des ÖPNV in der Fläche und den altengerechten Angeboten in Städten
  • Verkehrsleitbild fortschreiben und um eine priorisierte Vorhaben- /Maßnahmenliste aus Sicht der Wirtschaft erweitern --> Durch Abfrage und Dialog mit Behörden und gezielter Einsatz für die Maßnahmen ganz oben auf der Liste...
  • Thema Green logistics thematisieren: Stichwort CO2-Bilanzierung für Produkte und Verkehre usw.
  • Aktive Einbindung in das zu etablierende regionale Netzwerk zum Betrieblichen Mobilitätsmanagement
  • Aufbau einer Transport- und Logistikdatenbank
  • Lärmaktionsplan für Darmstadt – Beschränkungen für den Straßenverkehr
  • EU-Immissionsgrenzwerte zu Stickstoffdioxid (NO2): Aktionspläne der Kommunen als Minderungsmaßnahmen
  • 1. Akt „Umweltpartnerschaft”: Betriebliches Mobilitätsmanagement
  • 4. Gefahrguttag

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Internationalisierung

Im Bereich International der IHK Darmstadt bieten wir ein breites Dienstleistungsspektrum an, was nicht ausreichen bekannt ist. Dies gilt es zu ändern, außerdem wird eine durchgehende schlüssige Betreuung im Kontext mit den Auslandshandelskammern und dritten Dienstleitern gewünscht. Die Länderberatung und interkulturelle Beratung und Seminare werden erweitert.

Dazu gehören:

  • Ausbau der IHK-Kompetenz bei der Beratung rund um das Thema Zoll (Warenursprung, Präferenzen, Tarife, Einfuhrbestimmungen, Exportkontrolle, Dienstleistungsexport, Steuern)
  • Ausbau der IHK-Kompetenz bei der Beratung zu fremden Märkten (eigene, Kooperation über IHK-Netzwerke)
  • Ausbau der Informationsangebotes über Auslandsmärkte (Intensivierung der Kontakte mit AHKs, Checklisten, vertiefte Länderinformationen zu verschiedenen Aspekten internationaler Geschäfte, Ländersprechtage)
  • Ausbau der Netzwerke international agierender Unternehmen: Neujustierung des internationalern Stammtischs, Ausbau des Erfa-Kreises Internationalisierung, Verstärken der Präsenz in Unternehmen
  • Erarbeitung eines Weiterbildungskonzeptes für Auslandsgeschäfte: von ersten Schritten bis zur Kür in Verhandlungsführung etc.
  • Erfolgreiche Internationalisierungsprogramme, die im automotive cluster.org erprobt wurden (Matchmaking Veranstaltungen, Unternehmerreisen, Messebeteiligungen), werden in den anderen Firmen-Clustern (Automatisierung, IT4work (Softwarecluster), MST-Netzwerk) ebenfalls eingeführt. Die international wichtigen Fachportale werden um eine englische Version ergänzt.

Arbeitsprogramm 2010:

  • Ausbau der Unternehmensnetzwerke:
    Die Kooperation mit den Kammern in Chesterfield und Florenz wird aufgebaut: Geschäftsangebote der Kammern werden aktiv ausgetauscht, die Veranstaltungsprogramme insbesondere die Kontaktbörsen werden für die Partner ausländischen geöffnet und gezielt beworben.
  • Wir prüfen die Beteiligung von Unternehmen unserer Technologiecluster an Gemeinschaftsständen internationaler Messen.
  • Ausbau des Informations-/Schulungsangebotes:
    Gezielte Ansprache von Mitgliedsunternehmen zu internationalen Geschäftsmöglichkeiten, spezifische Länderveranstaltungen zu interessanten Märkten und Angebote zum Verbessern der interkulturellen Kompetenz

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Standortmarketing

Unsere Region hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend selbstbewusst als die Wissenschafts- und Technikregion profiliert („addicted to innovation”). Auch die Kommunalpolitik spricht von der Region Rhein Main Neckar und führt als Stärken neben Technikkompetenz die Verkehrserreichbarkeit und die Lebensqualität an. In Zukunft werden wir stärker an konkreten Angeboten für Unternehmen und Fachkräfte arbeiten und diese in einem besseren Schulterschluss mit FrankfurtRheinMain und der Metropolregion Rhein-Neckar vermarkten.

Darmstadt Rhein Main Neckar ist ein starker Wirtschaft- und Wissenschaftsstandort, gleichzeitig als Lebensraum hoch attraktiv. Als Schnittstelle der beiden Metropolregionen Rhein-Main und Rhein-Neckar soll unsere Region zum weiteren Zusammenwachsen der Großregion Rhein-Main-Neckar beitragen. Wir wollen die besonderen Stärken unserer Teilregion (Lebensqualität, Technikkompetenz, Spitzenqualität in Forschung und Ausbildung, Internationalität) herausarbeiten und in die Metropolregionen einfließen lassen. Die Branchenschwerpunkte (Automation, Automotive, Chemie & Pharma, IT & Telekommunikation, Logistik, Luft- & Raumfahrt und Regenerative Energien) sowie zugehörige Netzwerke bilden die Grundlage des regionalen Standortmarketings. Um Trends der Branchen zu erkennen werden im Ausschuss für Standortmarketing Themenpaten/Botschafter etabliert.

Initiativen und Projekte der Engineering Region zur Profilierung / Vermarktung des Standortes Darmstadt Rhein Main Neckar (siehe auch Fachkräftebedarf)

  • Fachkräftegewinnung
    • Information (u.a. Engineering-Portal)
    • Hochschulwerbung (bundesweit an technischen Hochschulen)
    • Recruiting-Messen (bundesweit)
  • Gewinnung von Investoren / Unternehmen / etc.
    • Präsentation der Engineering Region auf Konferenzen, Messen, Fachveranstaltungen
    • Information über Standort (u.a. Mietpreisspiegel, Engineering-Portal)
    • Pressearbeit

Unterstützung von Initiativen und Projekte der Metropolregionen:

  • Überregionale Sichtbarkeit erhöhen
  • Themenwelten (Wirtschaftsinitiative Frankfurt Rhein-Main und Frankfurt RheinMain GmbH)
  • Internationale Bauausstellung bzw. daraus resultierende Initiativen
  • Wissensregion (z.B. Veranstaltung Innovative)
  • Fachkräfteinitiative der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH
  • Einbringen in bundesweite Initiativen

Strategische Weiterentwicklung der Engineering Region Darmstadt Rhein Main Neckar im Kontext der Metropolregionen Rhein-Main und Rhein-Neckar

  • Untersuchung regionaler Entwicklungsmöglichkeiten an den Beispielen Standortmarketing/-Identität und Verkehr
  • Perspektiventwicklung für die Region "zwischen" den Metropolregionen
  • Handlungsempfehlungen für die regionalen Akteure

Arbeitsprogramm 2010:

  • Neu besetzten Ausschuss für Standortmarketing konstituieren und Arbeitsprogramm für 2010 erarbeiten, Etablierung von Branchen-Botschaftern / Themenpaten im Ausschuss für Standortmarketing
  • Erarbeitung gemeinsamer Projekte mit den Metropolregionen Rhein-Main und Rhein-Neckar
  • Organisation eines Gemeinschaftsstandes der Engineering Region auf verschiedenen Recruiting-Messen (z.B. konaktiva, Jobcon Engineering, VDI-Recruiting-Events)
  • Präsentation der Region auf Konferenzen, Messen, Fachveranstaltungen (Entwicklung und Ausstellung von Texttafeln und Exponaten zu den Netzwerken)
  • Gemeinsame Präsentation der Region auf der ExpoReal vorantreiben

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Kommunikation

Die Vielfalt der Angebote der IHK Darmstadt muss besser und zielgruppenorientierter bekannt gemacht werden. Die Kommunikation ist der Schlüssel zur breiteren Akzeptanz und damit auch Erfolg der Arbeit der IHK.

Entsprechend sind die IHK-Medien (neben dem Magazin auch Infobroschüren, Flyer, etc.) stärker zielgruppenorientiert und attraktiv zu gestalten. Ebenso ist ein kundenorientierte Mix elektronischer und „klassischer” Medien unumgänglich.

Bis 2014 soll die die IHK bei den Mitgliedern als erster Ansprechpartner in allen Fragen der Wirtschaft bekannt sein. Nach dem Motto „Zuerst mal schauen, was die IHK dazu bietet” – soll IHK-Mitgliedern bei Fragen zuerst die IHK einfallen. Um dies zu erreichen muss die journalistische Qualität der ÖA-Medien gesichert und ausgebaut werden. Gezielt müssen auch die Marketingaktivitäten verstärkt werden.

Arbeitsprogramm 2010:

Zielgruppen: Definition und Festlegung der Zielgruppen, Überarbeitung des bestehenden Kommunikationskonzeptes; Hauptaugemerk liegt auf der Kommunikation mit den Mitgliedern.

Homepage: Internetauftritt IHK 24 wird komplett überarbeitet (auch ein neues Redaktionssystem wird eingeführt, über den IHK24-Verbund); Navigation wird künftig über Zielgruppen und nicht mehr ausschließlich über die Geschäftsbereiche gelenkt (Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit ist in der Arbeitsgruppe Relaunch aktiv); Internetauftritt wird auch für Web 2.0.-Anwendungen ausgebaut.

Online-Marketing aufbauen und testen, ob so die IHK-Aktivitäten besser transportiert werden können. In Web2.0-Netzwerken testweise aktiv werden. Prüfen, ob so das IHK-Serviceangebot genauer an die Zielgruppe gebracht werden kann.

Verbesserung der Integration relevanter IHK-Angebote auf den Tochterportalen.

IHK-Report: Im Magazin „IHK-Report” werden die Rubriken auch in Richtung Zielgruppen überarbeitet; dazu wird die Rubrik „Namen und Nachrichten” mit kurzen Unternehmensmeldungen aus der Region ausgebaut und redaktionell gestärkt.

Newsletter: Aufbau eines speziellen „politischen” Newsletters, in dem regelmäßig über die politischen Aktivitäten der IHK berichtet wird (zusätzlich zum eher serviceorientierten Newsletter „Allgemeine Wirtschaftsinformationen”), dazu Aufbau eines passenden E-Mail-Verteilers; außerdem Marketingaktivitäten für die Newsletter verstärken.

Ausbau der hausinternen WIKI-Infothek

Entwicklung eines CRM-Konzeptes in der IHK Darmstadt

Beschlussvorschlag:

Die Vollversammlung stimmt dem Programm 2009 - 2014 zu. Die Vollversammlung überprüft das Programm zur Halbzeit der Wahlperiode in einem weiteren Workshop.

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