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Arbeitsprogramm der IHK Vollversammlung 2010 - 2014
(PDF, 938 KB) (Dokument-Nr.: 20139)
Basis des Programms sind die Ergebnisse des Vollversammlungsworkshops vom 27. Mai und der Präsidiumsklausur vom 24. Juni 2009.
Die Zusammenfassung der Ergebnisse wurden der Vollversammlung in der Sitzung vom 08. Juli 2009 vorgestellt. Präsidium und Geschäftsführung haben im Anschluss das vorliegende Pogramm formuliert. Es ist Grundlage für die jährlichen Arbeitsprogramme der Geschäftsführung, die der Vollversammlung vorgelegt werden.
In der Vollversammlung am 08. Juli 2009 sind die sechs – gemeinsam erarbeiteten – Leitthemen vorgestellt worden:
Fachkräfteentwicklung
Energie/Umwelt
Mobilität/Verkehrsinfrastruktur
Internationalisierung
Standortmarketing
Kommunikation
Die Leitthemen werden nachfolgend weiter ausgeführt und mit ersten Umsetzungsschritten für das Jahr 2010 konkretisiert. Selbstverständlich werden diese aktuellen Entwicklungen und den Diskussionen in den Ausschüssen und der Vollversammlung folgend angepasst.
Die Verfügbarkeit von Fachkräften wird zum Schlüsselfaktor für den wirtschaftlichen Erfolg von Regionen. Wir setzen unser Engagement im Bereich allgemeine und berufliche Bildung wie auch in der Hochschulbildung fort und erweitern dies wie folgt: Wir helfen mit, unsere Region als attraktiven Lebensraum für Fachkräfte weiterzuentwickeln. Wir helfen Unternehmen beim Zugang zu Fachkräften. Wir unterstützen Unternehmen dabei, selbst attraktiv für künftige Mitarbeiter zu sein. Wir machen auf die innovativen Unternehmen und attraktiven Karrieremöglichkeiten in der Engineering Region aufmerksam.
Wir wollen die Unternehmen dabei unterstützen, zielgenauer geeignete Bewerber für ihre Lehrstellen zu finden. Dazu dient eine bessere Verzahnung der betrieblichen Informationsangebote zur Ausbildung mit dem örtlichen weiterführenden Schulen (Betriebe in die Schulen). Um die Suche nach Auszubildenden zu erleichtern, wird es eine neue Lehrstellenbörse geben, die sowohl eine überregionale Angebotsdarstellung enthält als auch Matching der gewünschten Bewerberprofile mit den Selbsteinschätzungen der Bewerber ermöglichen soll.
Im Bereich der Weiterbildung sollen mehr Angebote für gering qualifizierte und/oder ältere Beschäftigte entwickelt werden, da diese Menschen in Zukunft länger und mit mehr Kompetenz ausgestattet in den Unternehmen benötigt werden.
Außerdem sollen neue Weiterbildungsangebote im Bereich Innovation, Umwelt und Energie entwickelt werden, soweit sie nicht von anderen regionalen Anbietern vorgehalten werden wie zum Beispiel im Bereich Wissens- oder Innovationsmanagement und neue Technologien.
Da sich der Wettbewerb um Fachkräfte verschärfen wird, soll die Engineering Region auf Gemeinschaftsständen bei Karrieremessen bundesweit auf sich aufmerksam machen. Parallel dazu muss das Engineering-Portal www.engineering-region.de in deutsch und englisch mit Informationen über die Region zur Ansprache von Fach- und Führungskräften sowie Stundenten weiterentwickelt werden. Auch die Werbung bundesdeutschen technischen Hochschulen muss verstärkt werden.
In diesem Zusammenhang engagieren wir uns beim Ausbau von leistungsfähigen dualen Studienzentren an den regionalen Hochschulen und versuchen neue Formate zum Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zu entwickeln, speziell für KMUs.
Arbeitsprogramm 2010
Berufsorientierung: Einführung eines firmenindividuellen Informationskonzepts „Jeder Tag ist Girls & Boys-Tag”, so dass Schüler/Innen sich wohnortnah von Betrieben die Arbeits- und Berufswelt zeigen lassen können. Gemeinsam mit der Handwerkskammer soll ein neues Konzept für die Berufsorientierung direkt an Schulen anstatt auf Messen entwickelt werden.
Ausbildung: Der Ausbildungsmarkt 2010 wird noch stärker als der 2011 unter dem Eindruck der Wirtschaftskrise stehen. Dem muss durch geeignete Maßnahmen gegen gesteuert werden. Die Maßnahmen werden aber erst im Spätherbst landes- und bundesweit abgestimmt, sodass noch keinen Einzelheiten zu nennen sind.
In Kooperation mit Wirtschaftsverbänden, Schulen, Hochschulen und der Kultusverwaltung gestalten wir Workshops zur beruflichen Orientierung in MINT-Fächern (Frühjahr–) und bringen tecnopedia als Plattform in einer regionale MINT-Messe ein.
Wir unterstützen den konzeptionellen Aufbau von dualen Studiengängen im Bereich Wirtschaftsinformatik und pharmazeutische Biotechnologie.
Prüfungen: 2010 sind die stärkten Prüflingszahlen der letzten 20 Jahre zu bewältigen. Außerdem müssen die gewerblich-technischen Prüfungsausschüsse neu berufen werden. Der 3. IHK-Zeugnistag wird gegebenenfalls in einem neuen, dezentralen Format stattfinden.
Weiterbildung: Die Weiterbildung arbeitet als Profitcenter nach den Grundsätzen von Kostendeckung und Wettbewerbsneutralität. Darauf gründen auch die Planungen für 2010. Bereits 2010 wird es mehr Angebote für die Zusatzqualifizierung für Azubis geben.
Wir bringen uns mit spezifischen Informationsangeboten zur Personalentwicklung ein: Veranstaltungen zu den Bereichen Wissensmanagement, Kompetenzentwicklung, Qualitätsmanagement.
Ausbildungspolitik: Januar/Februar 2010 wird eine Ausstellung zur Geschichte der Ausbildung (Hessisches Wirtschaftsarchiv) in der IHK Darmstadt gezeigt. Dazu soll eine Veranstaltung aktuelle Fragen der Berufsbildung aufnehmen. Geplant ist diese für Ende Januar 2010. Im 2. Halbjahr 2010 steht die Neuberufung des Berufsbildungsausschusses an.
Internet-Plattformen: Mit ihrem Fachkräfteportal entwickelt die IHK die zentrale Beratungsstelle im Internet für Unternehmen und Fachkräfte der Region. Außerdem integrieren wir die Angebote aus dem Fachkräftebereich (Fachkräfteportal, tecnopedia, Praktikant24) in die anderen Technologieportale wie bspw. Automatisierung und IT4work (Softwarecluster).
Die IHK Darmstadt muss politisch weiter darauf hinwirken, dass Hessen und insbesondere Südhessen ein attraktiver Industriestandort – auch für energieintensive Anlagen – bleiben kann, durchaus in Einklang mit ökologischen Fragestellungen. Dies bedeutet Vorteile auch für Dienstleister im industrienahen Umfeld der Energiewirtschaft und des Umweltschutzes.
Die Kompetenzen der Region in diesen Bereichen sind im Rahmen der Standortmarketing-kampagne darzustellen. Die Region sichert so ihren sehr guten Platz in den Standortrankings und erhöht die Wahrnehmung im internationalen Wettbewerb.
Energie:
Umweltschutz:
Arbeitsprogramm 2010:
Mobilität / Verkehrsinfrastruktur
Ein zentraler Erfolgsfaktor für die Region bleibt die Erreichbarkeit und die gute Binnenmobilität. Die IHK Darmstadt setzt sich weiter für die effiziente Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur bezogen auf alle Verkehrsträger ein. Sie unterstützt die Entwicklung hin zu einer Logistikregion mit schlagkräftigen Dienstleistern und guter Vernetzung in die Wissenschaft.
I. Wir sind eine wachsende Region: Wertschöpfung, Einwohnerzahlen und Lebensqualität steigen in der Region Südhessen weiter. Umso wichtiger ist es für uns, den Zusammenhang zwischen Wachstum – einschließlich des Wachstums der Steuereinnahmen - und Ausbau der Infrastruktur immer wieder darzulegen.
Zu den überregionalen Projekten zählen dabei insbesondere:
Bei den regionalen Projekten werden wir uns weiterhin insbesondere einsetzen für
II. Gemeinsam mit dem Land Hessen werden wir im „House of Logistics & Mobility” (HoLM) initiativ werden, um ein besseres Verständnis der logistischen Wertschöpfungskette in Gesellschaft und Politik zu erreichen. Logistik ist neben der Informations- und Kommunikationswirtschaft die wichtigste Querschnittsfunktion eines modernen Wirtschaftssystems. Sie ist damit eine wesentliche Grundvoraussetzung für das Funktionieren unserer modernen arbeitsteiligen Wirtschaft ebenso wie für die Vielfalt des Warenangebots. In der breiten Öffentlichkeit wird Logistik selten mit Beschäftigung und wirtschaftlicher Prosperität assoziiert, sondern mit den negativen Aspekten wie Lärm, Stau, Flächenverbrauch und niedrigen Gewerbesteuereinnahmen. Dieses negative Image beeinflusst sowohl die Berufswahl der Jugendlichen, sowie die Entscheidung von Gemeinderäten, wenn es um die Flächenvergabe in Gewerbegebieten geht. Gemeinsam mit dem HoLM wollen wir mit gezielter Öffentlichkeitsarbeit sowie Dialog- und Informationsveranstaltungen die Komplexität der logistischen Dienstleistungen und ihren vitalen Beitrag zu Innovation, Wachstum und Beschäftigung transparent machen, um damit eine deutliche Verbesserung des Logistikimages zu erreichen. Eine Vernetzung von Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung wird angestrebt.
III. Globale und lokale Umweltsituationen (z. B. Umweltzonen in den Städten durch Feinstaub/Stickstoffdioxid) erzeugen permanenten Handlungsbedarf. Der Verkehrsbereich ist als tatsächlicher oder vermeintlicher Problemverursacher Teil dieser Situation. Fahrverbote bringen indes viel Aufwand aber wenig Nutzen. Wir werden eine „Umweltpartnerschaft” mit der Politik anstreben, bei der Umweltkonzepte im Vordergrund stehen, die die Mobilität nachhaltig sichern.
Arbeitsprogramm 2010:
Im Bereich International der IHK Darmstadt bieten wir ein breites Dienstleistungsspektrum an, was nicht ausreichen bekannt ist. Dies gilt es zu ändern, außerdem wird eine durchgehende schlüssige Betreuung im Kontext mit den Auslandshandelskammern und dritten Dienstleitern gewünscht. Die Länderberatung und interkulturelle Beratung und Seminare werden erweitert.
Dazu gehören:
Arbeitsprogramm 2010:
Unsere Region hat sich in den vergangenen Jahren zunehmend selbstbewusst als die Wissenschafts- und Technikregion profiliert („addicted to innovation”). Auch die Kommunalpolitik spricht von der Region Rhein Main Neckar und führt als Stärken neben Technikkompetenz die Verkehrserreichbarkeit und die Lebensqualität an. In Zukunft werden wir stärker an konkreten Angeboten für Unternehmen und Fachkräfte arbeiten und diese in einem besseren Schulterschluss mit FrankfurtRheinMain und der Metropolregion Rhein-Neckar vermarkten.
Darmstadt Rhein Main Neckar ist ein starker Wirtschaft- und Wissenschaftsstandort, gleichzeitig als Lebensraum hoch attraktiv. Als Schnittstelle der beiden Metropolregionen Rhein-Main und Rhein-Neckar soll unsere Region zum weiteren Zusammenwachsen der Großregion Rhein-Main-Neckar beitragen. Wir wollen die besonderen Stärken unserer Teilregion (Lebensqualität, Technikkompetenz, Spitzenqualität in Forschung und Ausbildung, Internationalität) herausarbeiten und in die Metropolregionen einfließen lassen. Die Branchenschwerpunkte (Automation, Automotive, Chemie & Pharma, IT & Telekommunikation, Logistik, Luft- & Raumfahrt und Regenerative Energien) sowie zugehörige Netzwerke bilden die Grundlage des regionalen Standortmarketings. Um Trends der Branchen zu erkennen werden im Ausschuss für Standortmarketing Themenpaten/Botschafter etabliert.
Initiativen und Projekte der Engineering Region zur Profilierung / Vermarktung des Standortes Darmstadt Rhein Main Neckar (siehe auch Fachkräftebedarf)
Unterstützung von Initiativen und Projekte der Metropolregionen:
Strategische Weiterentwicklung der Engineering Region Darmstadt Rhein Main Neckar im Kontext der Metropolregionen Rhein-Main und Rhein-Neckar
Arbeitsprogramm 2010:
Die Vielfalt der Angebote der IHK Darmstadt muss besser und zielgruppenorientierter bekannt gemacht werden. Die Kommunikation ist der Schlüssel zur breiteren Akzeptanz und damit auch Erfolg der Arbeit der IHK.
Entsprechend sind die IHK-Medien (neben dem Magazin auch Infobroschüren, Flyer, etc.) stärker zielgruppenorientiert und attraktiv zu gestalten. Ebenso ist ein kundenorientierte Mix elektronischer und „klassischer” Medien unumgänglich.
Bis 2014 soll die die IHK bei den Mitgliedern als erster Ansprechpartner in allen Fragen der Wirtschaft bekannt sein. Nach dem Motto „Zuerst mal schauen, was die IHK dazu bietet” – soll IHK-Mitgliedern bei Fragen zuerst die IHK einfallen. Um dies zu erreichen muss die journalistische Qualität der ÖA-Medien gesichert und ausgebaut werden. Gezielt müssen auch die Marketingaktivitäten verstärkt werden.
Arbeitsprogramm 2010:
Zielgruppen: Definition und Festlegung der Zielgruppen, Überarbeitung des bestehenden Kommunikationskonzeptes; Hauptaugemerk liegt auf der Kommunikation mit den Mitgliedern.
Homepage: Internetauftritt IHK 24 wird komplett überarbeitet (auch ein neues Redaktionssystem wird eingeführt, über den IHK24-Verbund); Navigation wird künftig über Zielgruppen und nicht mehr ausschließlich über die Geschäftsbereiche gelenkt (Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit ist in der Arbeitsgruppe Relaunch aktiv); Internetauftritt wird auch für Web 2.0.-Anwendungen ausgebaut.
Online-Marketing aufbauen und testen, ob so die IHK-Aktivitäten besser transportiert werden können. In Web2.0-Netzwerken testweise aktiv werden. Prüfen, ob so das IHK-Serviceangebot genauer an die Zielgruppe gebracht werden kann.
Verbesserung der Integration relevanter IHK-Angebote auf den Tochterportalen.
IHK-Report: Im Magazin „IHK-Report” werden die Rubriken auch in Richtung Zielgruppen überarbeitet; dazu wird die Rubrik „Namen und Nachrichten” mit kurzen Unternehmensmeldungen aus der Region ausgebaut und redaktionell gestärkt.
Newsletter: Aufbau eines speziellen „politischen” Newsletters, in dem regelmäßig über die politischen Aktivitäten der IHK berichtet wird (zusätzlich zum eher serviceorientierten Newsletter „Allgemeine Wirtschaftsinformationen”), dazu Aufbau eines passenden E-Mail-Verteilers; außerdem Marketingaktivitäten für die Newsletter verstärken.
Ausbau der hausinternen WIKI-Infothek
Entwicklung eines CRM-Konzeptes in der IHK Darmstadt
Beschlussvorschlag:
Die Vollversammlung stimmt dem Programm 2009 - 2014 zu. Die Vollversammlung überprüft das Programm zur Halbzeit der Wahlperiode in einem weiteren Workshop.
Immer donnerstags informieren wir in unserem IHK-Newsletter zu aktuellen Themen. Sie können sich aus vierzehn verschiedenen Rubriken Ihren individuellen Newsletter zusammenstellen.
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