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Kammern in Hessen - Neue Broschüre

Als „ein starkes Stück Hessen“ bezeichnete der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier die Kammerorganisationen der Wirtschaft Ende Januar bei einem parlamentarischen Abend in Wiesbaden. Vertreter der 15 landesweiten Kammerorganisationen waren mit den Landtagsabgeordneten aller Fraktionen im hessischen Landtag erstmals zu einem Meinungsaustausch zusammen gekommen. Die Kammern, die rund 380.000 Unternehmen und etwa 100.000 freiberuflich Tätige repräsentieren, seien für die Politik unverzichtbar und vor allem beim Meinungsbildungsprozess ein vertrauenswürdiger Partner, sagte Bouffier. Der Ministerpräsident lobte insbesondere das ehrenamtliche Engagement sowie die Qualitätssicherung der Kammern bei der dualen Berufsausbildung und der Weiterbildung von freien Berufen. Landtagspräsident Norbert Kartmann betonte die Netzwerkfunktion der Kammern. Die Verbindungen zwischen den Unternehmen und Freiberuflern vor Ort würden den Zusammenhalt der Wirtschaft sichern.

Unternehmer entscheiden mit
Dass die hessischen Kammern nicht nur eine traditionsreiche, sondern eine moderne und demokratisch legitimierte Organisation sind, hoben Barbara Ettinger-Brinckmann, Präsidentin der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen, und Dr. Mathias Müller, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft hessischer IHKs und Präsident der IHK Frankfurt am Main, hervor. „Innerhalb der Wirtschaft bilden Kammern das Mitwirkungsprinzip des demokratischen Staats ab. Durch konstruktive Diskussionen führen die Mitglieder der Vollversammlungen Entscheidungen herbei, die alle Unternehmen der jeweiligen Kammer betreffen. Außerdem üben die Mitgliedsunternehmen in den öffentlichen Sitzungen Kontrolle über die gemeinschaftlichen Anliegen aus und gewährleisten so die Transparenz der Organisation“, sagte Dr. Müller. Dr. Christean Wagner, Fraktionsvorsitzender der CDU, sagte in der begleitenden Diskussionsrunde: „Das Kammerwesen steht im Zentrum unserer freiheitlichen Demokratie.“  Die Kammern hätten sich in den vergangenen Jahrzehnten als Vertrauenspartner für Wirtschaft und Politik bewährt. Die Pflichtmitgliedschaft der Unternehmen und Freiberufler bei den Kammern sei sachlich begründet, sagte Thorsten Schäfer-Gümbel, Fraktionsvorsitzender der SPD, und daraus entstehe auch die Zuverlässigkeit von Positionen der Wirtschaft im Verhältnis zur Politik.

Broschüre hessischer Kammern
Begleitend übergaben die Arbeitsgemeinschaft hessischer IHKs gemeinsam mit allen weiteren hessischen Kammern (Wirtschaftskammern und Kammern der Freien Berufe) eine Broschüre zum Leistungspotenzial und Selbstverständnis der öffentlich-rechtlichen Kammerorganisationen im Hessischen Landtag an den Ministerpräsidenten und die Landespolitik. Die Broschüre unterstützt die Kammern bei ihrer Aufgabe, den Mitgliedern und gegenüber der Öffentlichkeit darzustellen, welche Aufgaben im übergeordneten Allgemeinwohlinteresse wahrgenommen werden.

Die Broschüre "Kammern in Hessen" finden Sie in der rechten Spalte zum Download.

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