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Bilanz 31.12.2010
(Datei, 36 KB) (Dokument-Nr.: 103632) -
Geschäftsbericht 2010
(PDF, 1,046 KB) (Dokument-Nr.: 98332) -
Gewinn und Verlust 2010
(Datei, 35 KB) (Dokument-Nr.: 103635)
1. Konjunkturelle Lage in 2010
2. Ausbildungsssitutation 2010
3. Schwerpunkte der IHK-Arbeit
4. Planung und Steuerung der IHK Darmstadt
5. Geschäftsverlauf
6. Vermögens- und Finanzlage
7. Investitionen
8. Personal
9. Risikobericht
10. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
11. Konjunktureller Ausblick auf 2011
1. Konjunkturelle Lage in 2010
Die Wirtschaft in der Region Darmstadt Rhein Main Neckar befand sich im Jahr 2010 auf einem überraschend starken Wachstumskurs.
Vor allem die Industrie machte gute Geschäfte und wurde zum Treiber des Aufschwungs. Der Aufschwung erfasste im Laufe des Jahres nahezu alle Sektoren der regionalen Wirtschaft. Auch das Verkehrsgewerbe, der Großhandel und die unternehmensnahen Dienstleister konnten sich aus der Krise befreien.
Der Arbeitsmarkt blieb während der wirtschaftlichen Turbulenzen stabil und die Nachfrage nach Arbeitskräften zog im Jahr 2010 sogar spürbar an. Hiervon profitierte auch der Einzelhandel.
Zum Ende des Jahres beurteilten die Unternehmen ihre Geschäftslage wieder so gut wie vor der Krise. Der Aufschwung ist in Südhessen angekommen.
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Im Bereich der gewerblichen Wirtschaft wurden im Bezirk der IHK Darmstadt im vergangenen Jahr 3.525 neue Ausbildungsverträge registriert. Gegenüber dem Vorjahr ergab sich ein Zuwachs der Neueinträge um 6,21%. Die Zahl der bestehenden Ausbildungs-verhältnisse beläuft sich auf 8.847 in 2.398 aktiven Ausbildungsbetrieben. Bei den kaufmännischen Ausbildungsberufen wurden 2.540 Neuverträge gezählt, 985 Verträge waren in gewerblich-technischen Berufsbildern.
Durch die nochmals geringeren Bewerberzahlen bei der Agentur für Arbeit hat sich der Ausbildungsmarkt gedreht – es gibt mehr freie Lehrstellen als Bewerber hierfür. Dieser Trend wird sich in den kommenden Jahren fortsetzen und verschärfen, so dass eine wichtige Aufgabe für die IHK darin besteht, die Ausbildungsmotivation und –reife der Schulabgänger/Innen zu stärken. Dazu beitragen soll u. a. ein Projekt „Zukunftswerkstatt“, mit dem die IHK die weiterführenden Schulen ihres Bezirks organisatorisch und finanziell dabei unterstützen will, dem Thema Berufsorientierung einen hohen Stellenwert zu geben.
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3. Schwerpunkte der IHK-Arbeit
Standortmarketing und Fachkräfte
Bildung, Ausbildung und Qualifizierung in der Region
Fach- und Sachkunde
Situation in den Bildungszentren
Netzwerke und internationale Zusammenarbeit
Mit dem Netzwerk Elektromobilität Darmstadt Rhein Main Neckar hat sich die IHK Darmstadt mit weiteren Partnern wie der Stadt Darmstadt, der HSE und dem Darmstädter Fraunhofer-Institut für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit LBF dem Zukunftsthema angenommen. Das Netzwerk behandelt dabei Elektromobilität ganzheitlich und beschränkt sich nicht nur auf Elektroautos. Bereits nach der Auftaktveranstaltung fanden sich erste Partner, die Projekte zusammen angehen möchten.
Standortbedingungen
Weitere Themen:
4. Planung und Steuerung der IHK Darmstadt
Die in der IHK Darmstadt eingesetzten Managementsysteme dienen der effizienten Steuerung aller Geschäftsprozesse. Auch im Berichtsjahr erfolgte eine kontinuierliche Weiterentwicklung des seit 2006 eingeführten Controlling-Informationssystem CIS.
Im Hause setzen wir vier Verwaltungssoftwarelösungen der GfI, dem IHK-eigenen DV-Systemhaus, in den Bereichen Berufsausbildung, Rechnungswesen, Beitrag und Stammdatenerfassung ein.
Das 2008 eingeführte Wiki (ähnlich wie die Internet Arbeitsplattform Wikipedia) als Mittel des Wissensmanagements für Mitarbeiter der IHK, ist ständig erweitert worden und hat sich zum zentralen Wissensvermittlungsmedium entwickelt.
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Im Geschäftsjahr 2010 sind die geplanten Betriebserträge um 247 T€ (1,4 %) unterschritten worden. Gleichzeitig fiel der Betriebsaufwand mit 12.711 T€ um 1.680 T€ (11,7 %) geringer als geplant aus. Das Finanzergebnis lag mit -141 T€ um -393 T€ unter den Planwerten. Insgesamt ergab sich ein Betriebsergebnis von 5.398 T€.
Das Jahresergebnis wird mit 4.928 T€ ausgewiesen.
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Die Bilanzsumme verringert sich gegenüber der Vorjahresbilanz um 3.671 T€ auf 29.567 T€.
Für immaterielle Vermögensgegenstände erfolgten Neuanschaffungen in Höhe von 29 T€. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen liegen mit 136 T€ unter den Abschreibungen, so dass sich hier eine Verringerung um 156 T€ ergibt.
Die Verminderung bei den Finanzanlagen beträgt 1.306 T€. Bei Gesamtinvestitionen in Höhe von 9.706 T€ wurden 9.292 T€ auf den IHK Darmstadt Treuhand e. V. übertragen.
Die Vorräte haben sich im Wesentlichen durch die Bewertung der unfertigen Leistungen aus der Ausbildungsbetreuungsgebühr (Eintragung nach dem 31.03.2009) um 95 T€ erhöht. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände liegen um 463 T€ über dem Vorjahres-wert. Für sonstige Wertpapiere waren erstmals 511 T€ zu bilanzieren. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten haben sich um 3.352 T€ verringert. Die aktiven Rechnungs-abgrenzungen haben sich durch entsprechende Vorauszahlungen um 63 T€ erhöht.
Die Veränderungen im Eigenkapital betreffen die Erhöhung der Nettoposition (2.500 T€), die Rücklagen (2.342 T€) und das Ergebnis (1.110 T€).
Der Ansatz der Rückstellungen hat sich verringert. Hierzu hat vor allem die Anwendung der im BilMoG vorgesehenen Saldierung von Altersversorgungsverpflichtungen (13.985 T€) mit Deckungsvermögen (9.292 T€) beigetragen, so dass sich dieser Bilanzposten auf 4.693 T€ beläuft und damit um 8.723 T€ unter dem Vorjahresausweis liegt. Die sonstigen Rückstellungen sind um 96 T€ gestiegen.
Die Verbindlichkeiten haben sich um 130 T€ auf 637 T€ erhöht.
Die Position „Passiver Rechnungsabgrenzungsposten“ verringerte sich um 103 T€.
Die Bilanz trägt allen heute erkennbaren Risiken aus unbeständigen Beitragserträgen, die aufgrund von konjunkturellen Schwankungen oder aus den Abrechnungsverfahren selbst resultieren können, und sonstigen Verpflichtungen Rechnung. Durch die Bildung von pflichtmäßigen und zweckgebundenen Rücklagen und Rückstellungen, bei gleichzeitiger finanzieller Deckung durch das Finanzanlagevermögen, ist eine solide Finanzlage gegeben. Die Rücklagen wurden erneut verbessert.
Die Handlungsfähigkeit und die sachgerechte Aufgabenerfüllung der IHK Darmstadt sind mittelfristig gesichert.
Für Softwareanschaffungen sind 29 T€ aufgewendet worden. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen belaufen sich auf 136 T€ und betreffen vor allem Ausstattung für die Bildungszentren und Seminarräume in Darmstadt, Betriebs- und Geschäftsausstattung einschl. Sammelposten sowie eine Erneuerung der Außentüren-Schließanlage. Bei den Finanzanlagen sind Gesamtinvestitionen in Höhe von 9.706 T€ erfolgt.
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Die Industrie- und Handelskammer Darmstadt beschäftigte zum Jahresende 2010 inklusive der Auszubildenden 114 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Wegen der Vergleichbarkeit mit den Bilanzzahlen werden diese in Stellenanteilen aufgeführt. Dies bedeutet in Stellenanteilen 101,69 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (hier enthalten sind 7 Geschäftsführer/ Geschäftsbereichsleiter, 87,69 Angestellte, 7 Auszubildende). Darüber hinaus sind 0,5 Beschäftigte in einer Sondereinrichtung (IHK-Innovationsberatung Hessen) fremdfinanziert tätig. Die Mitarbeiterzahl ist im Vergleich zum Vorjahr (100,24 Stellenanteile) leicht gestiegen. Dies begründet sich durch Nach- und Umbesetzungen sowie Elternzeitvertretungen. Als Aushilfen befristet beschäftigt waren im Jahr 2010 11 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 5 Mitarbeiterinnen befanden sich in Elternzeit. 5 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nutzen das seit dem 1. Juli 2002 praktizierte Altersteilzeitmodell, davon ist derzeit 1 Mitarbeiterin in der Freistellungsphase.
Von den 114 Beschäftigten arbeiten 34 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einem Teilzeitarbeitsverhältnis, das entspricht einer Quote von 29,82 % und liegt im Vergleich zum Vorjahr geringfügig niedriger. Der Frauenanteil betrug im Jahr 2010 66,67 %, bezogen auf Geschäftsführung/Geschäftsbereichsleitung waren es 14,29 %.
Für ihr Engagement zur Verbesserung familienfreundlicher Arbeitsbedingungen ist die IHK Darmstadt mit dem Grundzertifikat „Audit Beruf und Familie“ der gemeinnützigen Hertiestiftung ausgezeichnet und in 2009 erfolgreich reauditiert worden. Familienfreundliche Arbeitsbedingungen wie Teilzeit und gleitende Arbeitszeit gibt es bei der IHK Darmstadt schon seit Jahren. Die vorhandenen familienfreundlichen Bedingungen sollen weiter ausgebaut werden. Mit dieser Personalpolitik präsentiert sich die IHK Darmstadt als attraktiver Arbeitgeber für motivierte und qualifizierte Fachkräfte.
Das betriebliche Gesundheitsmanagement der IHK Darmstadt hat zum Ziel, die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter langfristig zu erhalten und zu fördern. Zum Paket der präventiven Gesundheitsförderung zählen regelmäßige Ersthelfer-Ausbildung, Überprüfen von Arbeitsplätzen, betriebsärztliche Pflicht- und Angebotsuntersuchungen, Darkmkrebsvorsorge, Grippeschutzimpfung, mobile Massagen sowie Kurse zur Rückenschule.
Die IHK Darmstadt bildet 7 Auszubildende in den Berufen Kaufleute für Bürokommunikation und Veranstaltungskaufleute aus. Im August 2010 haben 3 junge Leute mit ihrer Ausbildung in dem Beruf „Kaufmann/Kauffrau für Bürokommunikation“ begonnen. Darüber hinaus bietet die IHK Darmstadt regelmäßig Praktika für Schüler und Studenten an und stellt eine Wahlstation und eine Verwaltungsstation für Rechtsreferendare innerhalb der juristischen Ausbildung zur Verfügung.
Die IHK Darmstadt investiert in die Fortbildung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Gesamtbudget für Weiterbildungsmaßnahmen umfasste ca. 69.000 €. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr ergibt sich durch Schulungen im Rahmen unseres neuen Internetauftritts (IHK 24).
Der Präsident und der Hauptgeschäftsführer der IHK Darmstadt danken allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Mitgliedern des Personalrats für ihren Einsatz und die gute Leistung im vergangenen Jahr.
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Die finanzielle und wirtschaftliche Situation der IHK Darmstadt wird maßgeblich durch die konjunkturelle Lage im IHK-Bezirk geprägt, da das Beitragsaufkommen unmittelbar von der Anzahl und der Ertragslage der Mitgliedsunternehmen abhängig ist. Ein finanzielles Risiko besteht darin, dass nur rund 50 Unternehmen etwa ein Drittel der Beitragseinnahmen leisten, Veränderungen in einzelnen Unternehmen sich also unmittelbar auf die Ertragssituation der IHK Darmstadt auswirken können. Dies steht aktuell nicht zu erwarten.
Die Auswirkungen der Finanzkrise haben die IHK nicht in dem Maße erreicht, wie das über die angestellten Szenarien prognostiziert wurde. Die derzeitige wirtschaftliche Entwicklung erlaubt eine positive Bewertung. Die Bereitschaft, Ausbildungsplätze zu schaffen und in Weiterbildungsmaßnahmen zu investieren, ist ebenfalls von der jeweiligen Wirtschaftslage abhängig. Auch hier hat das Jahr 2010 Zuwächse gebracht.
Allen dennoch drohenden Einnahmerisiken ist mit gezielter Rücklagenbildung und ausreichender Liquiditätsausstattung Rechnung getragen.
Auf Gefährdungen, die die täglichen Geschäftsabwicklungen beeinträchtigen könnten, reagiert die IHK Darmstadt mit internen Kontrollmechanismen. Im Jahr 2010 wurde das Interne Kontrollsystem um eine Innenrevision erweitert. Zusätzlich fand eine Erhebung und Bewertung der Risiken anhand des DIHK-Risikokompasses statt, dessen Aktualisierung im Jahr 2011 folgt. Beachtung und Weiterentwicklung von Qualitätsstandards sind unverändert feste Größen.
Der bestehende Versicherungsschutz deckt alle vorhandenen und absehbaren Risiken.
10. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Über die normale Entwicklung der Geschäftstätigkeit hinaus sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag hervorzuheben.
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11. Konjunktureller Ausblick auf 2011: Aufschwung hält an
Der Aufschwung in Südhessen geht zu Jahresbeginn 2011 weiter. 44 Prozent der Unternehmen berichten zum Jahreswechsel von guten Geschäften, nur neun Prozent von schlechten. Die Erwartungen an die ersten Monate des Jahres 2011 sind positiv. Rund 30 Prozent der Unternehmen erwarten bessere Geschäfte als im Jahr 2010 und weitere 50 Prozent immerhin gleich bleibende. 13 Prozent rechnen mit einer Verschlechterung.
Beschäftigung:
Der Aufschwung erfasst auch den Arbeitsmarkt. 17 Prozent der Unternehmen sind auf der Suche nach neuen Mitarbeitern. 71 Prozent halten die Zahl der Beschäftigten konstant. 12 Prozent müssen Stellen abbauen. Insgesamt ist von einer deutlichen Zunahme der Beschäftigung in den kommenden Monaten auszugehen.
Investitionen:
Die Investitionstätigkeit gewinnt deutlich an Fahrt. Erstmals seit Herbst 2007 stocken mehr Unternehmen die Ausgaben für Investitionen auf, wie Unternehmen die Budgets zurückfahren.
Exporte:
Das Auslandsgeschäft läuft rund. In der Industrie rechnet rund jedes zweite Unternehmen, das im Ausland aktiv ist, mit einer Zunahme der Ausfuhren in den ersten Monaten des Jahres 2011.
Beitragsaufkommen:
Die wirtschaftliche Entwicklung und die mittelfristigen Szenarien zeigen, dass die Aufgaben der IHK Darmstadt mittelfristig mit einem um 20 % verringerten Umlage-Hebesatz gewährleistet werden können. Deshalb wurde festgelegt, für die kommenden Jahre einen Hebesatz von 0,25 % (2010: 0,31 %) anzustreben. Davon abweichend ist für das Jahr 2011 einmalig ein Hebesatz von 0,10 % beschlossen worden.
Darmstadt, 07.02.2011
Dr. Hans-Peter Bach
Präsident
Dr. Uwe Vetterlein
Hauptgeschäftsführer
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