Eine Unternehmensgründung trauen sich in Ballungsregionen proportional mehr Menschen zu als im ländlichen Raum. Dies geht aus dem Gründerreport der Arbeitsgemeinschaft hessischer IHKs zum Gründungsverhalten in Hessen hervor: In den vergangenen beiden Jahren hat die Zahl der Selbständigen insgesamt wieder kräftig zugenommen. Der Saldo von Gewerbean- und abmeldungen, der 2007 und 2008 rückläufig war, ist wieder größer geworden und hat im Jahr 2010 einen Stand von 11.502 Unternehmen erreicht. Bezogen auf 1.000 Einwohner finden Anmeldungen von neu errichteten Unternehmen besonders häufig im Rhein-Main-Gebiet statt.
Dazu sagt Martin Proba, Leiter des Geschäftsbereichs Starthilfe und Unternehmensförderung der IHK Darmstadt:
„Die Zahlen des Gründerreports der hessischen Industrie- und Handelskammern bilden auch die Nachfrage in der IHK Darmstadt ab: Aktuell gab es eine Welle von Gründungswilligen aus der Arbeitslosigkeit. Grund dafür war sicherlich die anstehende Gesetzesänderung bei der Förderung. Erfreulich ist aus unserer Sicht, dass sich die Gründungswerkstatt als Instrument für die Planung der eigenen Existenz etabliert hat. Damit steigt die Qualität der Gründungsvorhaben und die Gefahr des Scheiterns wird geringer. Etwa zehn Prozent der Nutzer der bundesweiten Plattform 'Gründungswerkstatt' kommen aus Südhessen.“
Die hessischen IHKs unterstützen Gründungen mit einer Vielzahl von Angeboten. In Einstiegsgesprächen vermitteln IHK-Experten grundlegende Kenntnisse zur Selbständigkeit. In der Gründerberatung erörtern Existenzgründer ihr Geschäftskonzept mit den Experten und klären individuelle Fragen.
Im Jahr 2010 haben die IHKs mehr als 23.000 Einstiegsgespräche geführt. 5.200 Gründer nahmen ein ausführliches Beratungsgespräch in Anspruch. Bei den kostenlosen Gründersprechtagen, die die IHKs gemeinsam mit der KfW-Bank, dem RKW, den Landesförderbanken und anderen regelmäßig anbieten, ließen sich 1.565 Interessierte beraten.
Zum Gründerreport der Hessischen IHKs.
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