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WETTBEWERB

Engineering Region bei Ausgaben in Forschung und Entwicklung vorne

In Hessen wurde in den vergangenen Jahren nicht genügend in Forschung und Entwicklung investiert und so das „Lissabon-Ziel“ knapp verfehlt. Im Jahre 2000 hatte sich die Europäische Union in Lissabon vorgenommen, Europa bis 2010 zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum der Welt zu machen. Im Bereich Forschung und Entwicklung etwa sollten die Ausgaben auf drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) angehoben werden.

Deutschland und auch Europa haben dieses Ziel nicht erreicht, wie die detaillierten Zahlen des Stifterverbandes für 2010 zeigen. In Deutschland brachten es Wirtschaft und Staat im vergangenen Jahr auf nur 2,82 Prozent des BIP, in Europa sind es rund zwei Prozent.

Auch das Land Hessen bleibt bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung mit 2,94 Prozent knapp hinter der Ziellinie. Der Anteil der Ausgaben, der von der Wirtschaft erbracht wird, beträgt in Hessen knapp 2,4 Prozent. Hessen liegt damit bundesweit auf dem zweiten Platz. Unter den Bundesländern haben nur Bayern und Baden-Württemberg das Ziel erreicht. Baden-Württemberg steht mit 4,8 Prozent gesamt und 3,8 Prozent Wirtschaftsanteil bei den Investitionen in Forschung und Entwicklung an der Spitze.

„Zwar hat Hessen bei den Investitionen die Drei-Prozent-Hürde nicht überschritten. Im Ranking der Regionen sind wir dennoch vorne mit dabei“, sagt Dr. Roland Lentz, Leiter des Geschäftsbereichs Innovation und Umwelt der IHK Darmstadt. „Die Regionen Rhein-Main und Rhein-Neckar liegen auf den Plätzen drei und vier, direkt hinter Stuttgart und München. Dies zeigt, dass Südhessen im Bereich der Forschung und Entwicklung großes Potenzial hat. Die Gesamtregion Rhein Main Neckar ist die führende Technologieregion in Europa.“

Der internationale Vergleich zeigt, dass diejenigen Länder bei der Lebensqualität, dem Wohlstand und der Arbeitslosigkeit vorne liegen, die mehr als drei Prozent für Forschung ausgeben. Dies sind Finnland, Schweden und Dänemark. Großbritannien (1,77 Prozent) und Italien (1,26 Prozent) liegen auf den hinteren Plätzen. Weltweit liegen Japan und Korea weit über drei Prozent, China hat seine Ausgaben seit 1995 von 0,57 auf derzeit 1,7 Prozent mehr als verdreifacht. 

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