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RECRUITING UND PERSONALENTWICKLUNG

Mitarbeiter finden und binden

Die Darmstädter Software AG hält Wort. Anfang 2007 hatte das Unternehmen verkündet, mit Zukäufen und dem Ausbau des Geschäftsfelds für Infrastruktur-lösungen ein Wachstumsfeuerwerk starten zu wollen. Bereits ein Jahr später ist der IT-Anbieter dank Zukäufen und rund 40 Prozent Mitarbeiterzuwachs voll auf Erfolgskurs. Torsten Bittlingmaier, Vice President Global Human Resources, erläutert, was die Software AG bislang erreicht hat und was sie als Arbeitgeber auszeichnet.

Wie hat sich die Software AG im letzten Jahr entwickelt? Wo steht das
Unternehmen heute?


T.B.: Wir haben in den letzten Monaten einen immensen Veränderungsprozess
durchlaufen. Neben unserem traditionellen Standbein Datenbanksysteme ist mit dem Bereich Service-orientierte Architekturen (SOA), mit denen sich Systeme flexibel an Geschäftsprozesse anpassen lassen, ein zweiter starker Geschäftsbereich herangewachsen. Insbesondere die Übernahme des amerikanischen Unternehmens web-Methods – einer der großen Anbieter von Infrastruktursoftware mit einem renommierten Produktportfolio – hat uns dabei vorangebracht. Wichtig war uns bei diesem und weiteren Unternehmenszukäufen stets, die neuen Mitarbeiter aktiv zu integrieren. Denn nur die Verbindung aus Akquisitionen und organischem Wachstum führt langfristig zum Erfolg.

Wie gelingt es Ihnen, neue Beschäftigte ins Unternehmen zu integrieren? Und wie fördern Sie generell Ihre Mitarbeiter?

T.B.: Unseren neuen Mitarbeitern bieten wir mehrtägige New-Hire-Trainings an. Dabei kommen Menschen aus aller Welt zusammen, erhalten Einblick ins Unternehmen, seine Produkte und grundlegenden Werte. Ganz nebenbei knüpfen sie Netzwerke untereinander. Dies fördern wir auch in unseren „Corporate Culture Workshops“, die in der Regel mit einem gemeinsamen Kochevent starten, was immer großen Anklang findet. In punkto Personalentwicklung haben wir unter anderem ein „Appraisal System“ etabliert, das sowohl leistungs-bezogenes Feedback, aber auch eine umfassende Potenzialanalyse beinhaltet. So können wir Talente individuell fördern – von fachlicher Weiterbildung bis hin zu High-Potential-Programmen für die Führungskräfte von morgen.

Welche Qualifikationen erwarten Sie von Bewerbern? Wo suchen und wo
finden Sie neue Fachkräfte?


T.B.: Neben einem fachlichen Background in der Informationstechnik – das gilt für Entwickler, aber auch für Mitarbeiter im Vertrieb – sind Teamfähigkeit sowie Kommunikations- und Begeisterungsfähigkeit gefragt. Wir können unseren Kunden keine Produkte zum Anfassen bieten. Daher sind die Mitarbeiter gefordert, durch anschauliche Präsentationen die Vorteile unserer Software- und Datenbanklösungen direkt erlebbar zu machen. Da wir mittlerweile global agieren und auch die Projektteams in der Regel über mehrere Standorte verteilt sind, erwarten wir von Bewerbern zudem sehr gute Englischkenntnisse. Hier in der Region finden junge Talente praktisch direkt zu uns – über Kontakte zur Technischen Universität oder unsere strategische Partnerschaft mit der Hochschule Darmstadt. Beide Hochschulen bieten hervorragende IT-Studiengänge, und an unserem Hauptsitz haben wir naturgemäß auch den größten Bekanntheitsgrad. Parallel dazu sind wir aktiv dabei, die überregionale Nachwuchsförderung auszubauen, indem wir beispielsweise mit Showcases an technische Hochschulen gehen und Studenten so an unsere Produkte heranführen. Besuche von Studentengruppen bei der Software AG runden das Bild ab. Des Weiteren können wir demnächst auch ein internationales Trainee-Programm vorweisen.

Was zeichnet die Software AG aus Ihrer Sicht als Arbeitgeber aus?


T.B.: Mich persönlich begeistert die Geschwindigkeit und Dynamik, mit der das Wachstum des Unternehmens erfolgt und neue Strukturen entstehen. Stillstand gibt es hier nicht. Ein weiterer Pluspunkt ist ganz klar die internationale Atmosphäre. Aber obwohl wir mittlerweile einen Großteil unseres Umsatzes im Ausland erwirtschaften, ist Darmstadt nach wie vor unser Dreh- und Angelpunkt. Auch der Bezug zu unseren Wurzeln ist typisch Software AG ebenso wie das soziale Engagement, das die Software AG Stiftung in wohltätige Zwecke investiert. Und nicht zuletzt haben wir unsere Unternehmenswerte nicht nur fest etabliert, sondern leben diese aktiv. Das zeigt sich beispielsweise sehr anschaulich, wenn es um den Aspekt Vertrauen geht. In unserer Kantine müssen die Mitarbeiter keine klassische Kassenstation passieren, sondern jeder legt eigenverantwortlich den ausgeschriebenen Betrag für sein Essen in einer Kasse ab. Das funktioniert bestens.

Soziale Faktoren – etwa Vereinbarkeit von Beruf und Familie – werden heutzutage bei der Entscheidung für einen Arbeitsgeber immer wichtiger. Wie familienfreundlich ist die Software AG?

T.B.: Familienaktivitäten wie beispielsweise ein gemeinsames Public Viewing zur Fussball-EM bei uns auf dem Gelände bieten wir schon immer an. Gerade neu angestoßen haben wir ein „Youth Exchange Programm“, in dessen Rahmen Mitarbeiter – ähnlich wie bei einem Schüleraustausch – ihren Kindern einen Aufenthalt bei Kollegen in fremden Ländern ermöglichen können. Noch in der Pipeline ist ein Familienservice, bei dem unsere Mitarbeiter auf Basis eines festen Punktekontingents bei Bedarf Leistungen wie etwa eine Tagesmutter nutzen können sollen. Mit derartigen Angeboten möchten wir unsere Mitarbeiter auch über den Arbeitstag hinaus optimal unterstützen. Denn letztendlich wird unser Unternehmenserfolg allein von den Mitarbeitern getragen – die Softwarebranche ist ein echtes „people business“.

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