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VERNETZUNG

Der Wunsch nach Wirtschaft im Unterricht wächst

Immer mehr Initiativen zielen auf eine bessere Vernetzung von Schulen und Betrieben. Allerdings gibt es nach wie vor Berührungsängste; häufig wird geargwöhnt, die Wirtschaft könne unerwünschten Einfluss nehmen.

Die Skepsis legt sich jedoch in der Praxis meist rasch. „Das Vertrauen zwischen beiden Seiten muss in jedem einzelnen Fall erst nach und nach wachsen“, sagte Berit Heintz dem „Handelsblatt“.

Zwar hätte auch seitens der Unternehmen anfangs manches besser laufen können, aber: „Heute arbeiten aber die Betriebe angesichts des demografischen Wandels viel verbindlicher als früher mit Schulen zusammen“, weiß die DIHK-Schulexpertin.

Gleichzeitig habe die Finanzkrise den Wunsch nach mehr Wirtschaft im Unterricht verstärkt. Heintz: „Seitdem zweifeln weder Eltern noch Lehrer mehr daran, dass Wirtschaftskenntnisse zur Allgemeinbildung gehören.“

Der Gemeinschaftsausschuss der deutschen gewerblichen Wirtschaft, zu dem auch der DIHK gehört, habe im vergangenen Jahr Standards für die ökonomische Bildung und für die Wirtschaftslehrerausbildung vorgelegt, erinnerte Berit Heintz. Diese müssten nun zügig in die Lehrpläne einfließen.

Die IHK Darmstadt fordert schon lange eine bessere Zusammenarbeit der Schulen mit regionalen Betrieben. Daher wird die IHK in den Jahren 2011 und 2012 in 90 Schulen des IHK-Bezirks so genannte "Zukunftswerkstätten" einrichten, in denen sich Schüler über Berufe informieren und Unternehmen Praktika anbieten können. Dies wird bereits an der „Schule am Sportpark“ in Erbach erfolgreich praktiziert. 

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