Wer eine Meisterstelle ausfüllen will, punktet nicht allein durch Fachwissen. Auch Sozialkompetenz und Präsentationsfähigkeiten sind im Umgang mit Mitarbeitern und Vorgesetzten gefragt.
Deshalb gehört zur modernen Industriemeisterprüfung ein Fachgespräch. Hier müssen Lösungsvorschläge für eine betriebliche Problemstellung unter Zuhilfenahme von Präsentationstechniken aufgezeigt werden. Das trainieren die angehenden Industriemeister IHK unter (fast) realen Bedingungen.
Die Teilnehmer/innen der Fachrichtungen Metall und Elektro erarbeiten gemeinsam Lösungsvorschläge und erhalten dabei Einblick in branchenspezifische Unterschiede. „Man schaut über den eigenen Tellerrand und kommt gemeinsam natürlich zum besseren Ergebnis” sagt Rolf Werkmann, Dozent für Personalführung und Qualitätsmanagement und Initiator des gemeinsamen Projektes.
Anschließend werden die Ergebnisse einem breiten Publikum präsentiert. Mitschüler und Teilnehmer anderer Lehrgänge stellen im IHK-Bildungszentrum das „Prüfungskomitee” und geben konstruktives Feedback.
Jochen Eichelmann hat nach der Ausbildung zum Industriemechaniker den Industriemeisterlehrgang der IHK Darmstadt besucht. Nach erfolgreich bestandener Meisterprüfung ist sein Resumee durch und durch positiv. "Der Industriemeister Metall beinhaltet ein weit gefächtertes Fachwissen. Kommunikation stellt für mich das Wichtigste dar. Als Teil der Personalführung trägt sie zur Motivation der Mitarbeiter und zur Vermeidung von Konflikten bei. Es wird gezeigt, wie man Probleme mit Instrumenten des Qualitätsmanagements löst, mit welchen Methoden man die Wirtschaftlichkeit einer Firma verdeutlicht, wie sich die Ergonomie des Arbeitsplatzes auf die Produktivität auswirkt und wie Maschinen auf ihre Prozessfähigkeit überprüft werden. All das gehört zum Aufgabenbereich des Industriemeisters Metall.
Durch das Kennenlernen vieler Organisationshilfen strukturiert man die Zeit, die man neben dem Beruf für Fortbildung und Freizeit hat, effektiver. So werden auch kleine Projekte gut geplant und mit sicherem Erfolg durchgeführt.
Das motiviert! Und Motivation ist der Antrieb, der uns bewegt.
© Markus Schmidt / IHK Darmstadt
Jochen Eichelmann (rechts) bei der Zeugnisübergabe
Die IHK Darmstadt hat einen sehr hohen Qualitätsstandard", lobt Jochen Eichelmann. "Die Dozenten sind kompetent und flexibel. Durch ihre Erfahrung können sie praxisorientierte Beispiele darlegen. Das von der IHK zur Verfügung gestellte Lernmaterial ist aktuell, umfangreich und passgenau.
Für mich sind nach dem Meisterabschluss weitere berufliche Ziele möglich wie die Anstellung als Meister in einer Führungsposition oder ein Universitätsstudium."