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PRÜFUNG BESTANDEN

Fahrschein zum Erfolg

Weiterbildungsabsolventen © Markus Schmidt / IHK Darmstadt Zoom Die Absolventen von Weiterbildungsprüfungen bei der IHK Darmstadt 2011.


115 Absolventen haben ihre Weiterbildungsprüfung bei der IHK Darmstadt bestanden.

Wer eine berufsbegleitende Weiterbildung bei der IHK absolviert, der hat nicht nur an Fachwissen gewonnen, sondern auch Biss und Durchhaltevermögen unter Beweis gestellt. Laudator und Prüfer Dr. Holger Schwarz von der Nukem Technologies kennt es aus eigener Erfahrung. Nun haben es wieder 115 Absolventen geschafft und Mitte August ihre Zeugnisse entgegen genommen – die Besten erzählen, wieso sie sich für eine Weiterbildung entschieden haben.

EINES IST JETZT VORBEI: Pauken, wenn die anderen Feierabend machen, Büffeln wenn Freunde und Familie ins wohl verdiente Wochenende gehen. 115 Weiterbildungsabsolventen der IHK Darmstadt dürfen aufatmen. Frisch gebackene Fachkaufleute, Fachwirte, Meister und Operative Professionals aus den verschiedensten Fachrichtungen haben Mitte August feierlich ihre Meisterbriefe und Prüfungsurkunden überreicht bekommen. Damit haben sie nicht nur einen Schritt auf ihrer Karriereleiter getan, sie werden auch wieder in ein geregeltes Sozial- und Familienleben entlassen.

Dazu gratulierte einer, der dieses Gefühl gut kennt. Dr. Holger Schwarz, Director Human Resources bei Nukem Technologies hat – vom Realschulabschluss bis zur Promotion – selbst einen Weiterbildungsmarathon hingelegt, der sich sehen lassen kann. Bei der Absolventenfeier fand er deshalb stellvertretend für alle Arbeitgeber die richtigen Wort: „Herzlich Willkommen. Wir, die Arbeitgeber, freuen uns, dass Sie in den Weiterbildungszug eingestiegen sind und den Zielbahnhof nun erreicht haben. Sie bringen uns heute die Qualifikationen und die Kompetenz, die wir in den Unternehmen dringend benötigen.“

Die Chance sich zu entwickeln

Denn darum ginge es heute in der Wirtschaft. Nach dem Motto „Krise ist Chance“ werde der viel beklagte Fachkräftemangel für Arbeitnehmer zu einer guten Gelegenheit zum beruflichen Fortkommen. Voraussetzung: Man müsse dazulernen wollen und darf die Strapazen einer berufsbegleitenden Weiterbildung auch über lange Strecken nicht scheuen, so Schwarz. Dann könne aus dem Sachbearbeiter ein Referent oder aus dem Facharbeiter ein Meister seines Fachs werden. „Ich kenne das Thema Weiterbildung von der Pike auf, als Lernender, als Dozent und inzwischen auch als Prüfer der IHK“, sagt Schwarz. „Und ich möchte alle ermutigen, die nicht aufhören wollen dazuzulernen.

Die Reise geht immer weiter

Nun hat es wieder ein Schwung geschafft: 115 von inzwischen rund 50.000 Engagierten, die deutschlandweit jedes Jahr die Weiterbildungsangebote der Industrie- und Handelskammern nutzen. Im Durchschnitt sind die Teilnehmer heute deutlich älter als noch vor einigen Jahren. Das geht aus der siebten Umfrage unter Absolventen der IHK-Weiterbildungsprüfungen des DIHK  vom Januar 2011 hervor. Das einstige Schlagwort vom Life-long-Learning sei Lebensrealität geworden, sagt Schwarz. Das sei erfreulich für alle Beteiligten: Die Arbeitgeber, die verstärkt Fachlichkeit aus den eigenen Reihen generieren, die Arbeitnehmer, die sich in neue berufliche Dimensionen vorwagen.

Weiterbildung ist eine niemals endende Reise, ein neuer Abschluss nur ein Umsteigebahnhof. Trotzdem ist erst mal eine Verschnaufpause nötig. Wer wüsste das besser als Schwarz, der den Absolventen noch mit auf den Weg gibt: „Gehen Sie jetzt freitags öfter mal aus. Und bleiben Sie samstags länger liegen. Wenn die Batterien wieder aufgeladen sind, dann ist vielleicht auch die Lust auf neue Weiterbildungen gekommen.“ bö

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